Wilhelmshaven

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Die kreisfreie Nordsee-Stadt Wilhelmshaven ist mit ihren rund 80 000 Einwohnern wirtschaftliches, politisches und kulturelles Oberzentrum der Region. Besucher lockt die Stadt mit ihren Einkaufsmöglichkeiten, den touristischen Sehenswürdigkeiten und dem Seebäderverkehr zu Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland. Wilhelmshaven wird auch als „grüne Stadt am Meer“ bezeichnet. Für diesen Spitznamen sorgen die zahlreichen Parks und Grünanlagen der Stadt.

Zahlen und Fakten

Die Stadt Wilhelmshaven liegt an der Nordwestküste des Jadebusens, einer durch mehrere Sturmfluten entstandenen Meeresbucht zwischen Unterweser und ostfriesischer Halbinsel. Die heute rund 80 000 einwohnerstarke Stadt Wilhelmshaven wurde 1869 von König Wilhelm I. von Preußen dank des tiefen und breiten Jadefahrwassers als Marinegarnison gegründet – Wilhelmshaven ist also eine noch recht junge Stadt, die quasi am Reißbrett entstand. Zahlreiche Gründerzeithäuser im Süden der heutigen Kernstadt zeugen von dieser Epoche. 1937 wurde das preußische Wilhelmshaven mit der oldenburgischen Nachbarstadt Rüstringen zusammengelegt. Wilhelmshaven besitzt mit dem JadeWeserPort Deutschlands einzigen Tiefwasserhafen und ist außerdem Hauptsitz und größter Standort der Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth. Oberbürgermeister ist seit 2011 Andreas Wagner (CDU).

Ausflugsziele und Freizeitangebote

Besonders beliebt bei Einheimischen und Touristen ist der Südstrand, einer der wenigen nach Süden ausgerichtete Strände der Republik. Hier kann man herrlich spazieren gehen, eins der zahlreichen Cafés aufsuchen, baden oder einfach am Strand flanieren und den Blick auf Wasser und den in der Bucht gebauten Arngaster Leuchtturm genießen. Wenn denn Wasser da ist – das wird durch die Gezeiten Ebbe und Flut bestimmt. Natürlich bietet das Wasser mehr Möglichkeiten für Aktivitäten. Aber auch die Ebbe und die mit ihr entstehende einzigartige Wattlandschaft haben ihren Reiz. Von den Einheimischen liebevoll (in Anlehnung an die chinesische Hafenpartnerstadt Tsingtau sowie den Wilhelmshavener Schlick) „Schlicktau“ genannt, birgt Wilhelmshaven eine Menge Schätze und Sehenswürdigkeiten. Unweit des Südstrands beginnt die so genannte „Maritime Meile“. Ihr Herzstück ist zweifellos die 1907 gebaute Kaiser Wilhelm-Brücke. Das historische Wahrzeichen der Stadt steht unter Denkmalschutz und galt bei ihrer Fertigstellung als größte Drehbrücke Europas. Von hier aus gelangt man zu zahlreichen nahegelegenen Museen: Das „Aquarium Wilhelmshaven“, das „Deutsche Marinemuseum“, das „UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum“ und das „Küstenmuseum“.

Über den Bontekai, zu Recht einer der beliebtesten Flaniermeilen der Stadt, kann man bequem zu Fuß die Innenstadt und das Einkaufszentrum Nordseepassage erreichen.  Am Bontekai liegen außerdem die Museumsschiffe „Kapitän Meyer“, ein alter Tonnenleger, und das Weserfeuerschiff „Norderney“.

Auch für Freunde des Maritimen und der Hafenwirtschaft ist Wilhelmshaven besonders interessant. Immerhin ist die Stadt bundesweit größter Marinestandort und besitzt mit dem 2012 in Betrieb genommenen JadeWeserPort Deutschlands einzigen Tiefwasserhafen. Am Hafengelände informiert das JadeWeserPort-Infocenter umfassend über den Hafen und bietet Ausstellungen sowie Rundfahrten über das Gelände. Weitere Informationen zum JadeWeserPort finden Sie auf den Internetseiten der Wilhelmshavener Zeitung.

Ein prägnantes Wilhelmshavener Gebäude ist das Rathaus. Der markante Klinkerbau wurde 1929 vom Hamburger Architekten Fritz Höger erbaut und besitzt einen 49 Meter hohen Aussichtsturm. Auf dem Stadtgebiet befinden sich außerdem zwei Mühlen: Die Kopperhörner Mühle liegt im Wilhelmshavener Zentrum, die Sengwarder Mühle im idyllischen Stadtnorden. Der Sengwarder Gallerieholländer feiert 2013 sein 150-jähriges Jubiläum.

Auch kulturell hat Wilhelmshaven einiges zu bieten. Theaterfreunden kann das Stadttheater mit der Landesbühne Niedersachsen-Nord sowie das niederdeutschsprachige „Theater am Meer“ ans Herz gelegt werden. Für zahlreiche Ausstellungen sorgen die Kunsthalle und die Burg Kniphausen. Das Kulturzentrum Pumpwerk bietet viele Veranstaltungen von Kleinkunst über Konzerte bis hin zu Flohmärkten an. Größere Veranstaltungen finden in der Stadthalle ihren Platz. Daneben locken zahlreiche Kneipen und Bars, viele von ihnen noch mit altem Seefahrer-Charme.

Auf dem Stadtgebiet beginnt der Ems-Jade-Kanal, eine künstliche Wasserstraße. Der Kanal verbindet Wilhelmshaven über Sande und Aurich mit Emden und feiert 2013 sein 125-jähriges Bestehen. An seinem Ufer erstrecken sich zahlreiche Rad- und Fußwanderrouten. Seit 2017 sind die beiden „Enden“ des Kanals, die Städte Wilhelmshaven und Aurich, mit einem durchgehenden Radwanderweg miteinander verbunden. Darüber hinaus wird in den Sommermonaten ab Wilhelmshaven von der Reederei Cassen Eils auch die rund dreistündige Überfahrt zu Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland angeboten.

Weitere Artikel über Wilhelmshaven

Ausflugtipps
Burg Kniphausen
Deutsches Marinemuseum
Signalturm
Vollzugsmuseum
Das Rosarium und der botanische Garten
Die Landesbühne Niedersachsen Nord
Der Rüstersieler Hafen
Das Kulturzentrum „Pumpwerk“
Das JadeWeserPort-Infocenter
Der Südstrand
Wasserspaß im Nautimo
Der Störtebekerpark
Der Ems-Jade-Kanal-Radweg
Die Lasertag-Arena „Space Pirates“

Empfohlene Links

www.wilhelmshaven.de – Offizielle Website der Stadt Wilhelmshaven
www.WZonline.de – Internetseite der „Wilhelmshavener Zeitung“

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