Oldenburg: 5 Tipps für die Städtereise

- - Wilhelmshaven

Oldenburg ist zwar die drittgrößte Stadt in Niedersachsen – trotzdem ist die selbsternannte „Übermorgenstadt“ total gemütlich. Hier könnt ihr viel Kunst, Kultur und Natur erleben, aber auch Action kommt nicht zu kurz.

Etwa 160.000 Leute leben in Oldenburg, und denen geht’s bestimmt ganz gut hier – die Altstadt ist wirklich schick, hier gibt’s viele Möglichkeiten zum Shoppen, überall findet man nette kleine Läden, Cafés und Restaurants. Und nicht zu vergessen: Viele historische Gebäude. Darunter zum Beispiel das Degodehaus …

Oldenburg, Degodehaus. Foto: Schwarzer

… oder das historische Rathaus oder der Lappan, der 1467 erbaut wurde. Die Geschichte der Stadt geht auf das 7. oder 8. Jahrhundert zurück. Heute ist Oldenburg die erste Adresse für die Kulturschaffenden in der Region. Hier gibt’s viele Museen und Ausstellungshäuser und mehrere Theater. Und vor allem steht mitten in der Innenstadt unser Ausflugstipp Nummer 1 …

1) Das Schloss Oldenburg.

Schloss Oldenburg. Foto: Schwarzer

Das Schloss ist wirklich ein ziemlich imposantes Gebäude. Erbaut wurden die ersten Gebäudeteile im 15. Jahrhundert. Das Schloss war seinerzeit die Residenz der Grafen, Herzöge und Großherzöge. Viele historische Räume sind bis heute weitestgehend erhalten. Dazu gehören das Antiquarium, das ovale Empfangszimmer, das Turmzimmer sowie der Thronsaal. Der große Schlosssaal wurde im Stil der Neorenaissance erbaut und mit Deckengemälden des Bremer Malers Arthur Fitger ausgestattet.

Heute befindet sich im Schloss das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Viele historische Sammlungen sind hier zu sehen, deren Ursprünge teilweise im frühen 19. Jahrhundert liegen. Rund 800 kulturgeschichtliche Exponate zeigen die Besonderheiten des Oldenburger Landes im Verlauf der Jahrhunderte. Das Landesmuseum hat übrigens noch zwei weitere Standorte, einmal im Augusteum und im Prinzenpalais. Der Eintritt kostet 6 Euro für Erwachsene, Kinder zahlen 1,50 Euro. Die Öffnungszeiten können auf der Internetseite des Landesmuseums eingesehen werden.

2) Das Computer-Museum.

Computermuseum Oldenburg. Fotos: Vits/Schwarzer

Das Oldenburger Computermuseum ist ein wahres Paradies für Liebhaber alter PCs. Ausgestellt werden hier echte Schätzchen der Siebziger und Achtziger Jahre.  Zu sehen sind unter anderem Computer wie der Apple II, der Atari 800XL oder der Commodore PET. Alle sind funktionstüchtig, und das beste: Alle können im Museum auch ausprobiert werden.

Die nostalgischen Ausstellungsstücke hat das Team des Computermuseums über Jahre hinweg gesammelt – und das vor allem über das Internet. In einer eigenen Halle steht zudem eine große Sammlung von Arcade-Automaten und Flippern. Das Computermuseum befindet sich, ein wenig versteckt, im Gebäude der Post am Oldenburger Bahnhof. Geöffnet ist das Museum jeden Dienstag von 18 bis 21 Uhr. Der  Eintritt kostet 2 Euro. Eine Übersicht über kommende Sonderveranstaltungen und Arcade-Spielrunden gibt es auf der Internetseite des Museums.

3) Das Eversten Holz.

Oldenburg, Eversten Holz. Foto: Schwarzer

In Oldenburg gibt es auch richtig viel Natur. Zum Beispiel das Eversten Holz. Das ist ein 23 Hektar großer grüner Stadtpark, der sich besonders gut für Jogger eignet – hier verläuft nämlich eine 2,5 Kilometer lange Laufstrecke. Aber auch für Spaziergänger und Hundefreunde eignet sich das Naherholungsgebiet. Abgesehen davon findet ihr im Wald einen Spielplatz und eine Spiel- und Liegewiese. Angelegt wurde das Eversten Holz  Anfang des 19. Jahrhunderts.

4) Die Laser-Tag-Arena.

Laser-Tag-Arena Oldenburg. Foto: Pressefoto, Laser-Tag-Arena

Wer mit Erholung und Spaziergängen gar nichts anfangen kann, der sollte vielleicht mal die Laser-Tag-Arena in Oldenburg besuchen – denn da ist richtig Action angesagt. Der Sport kommt aus Amerika und wurde durch verschiedene US-Serien auch in Deutschland bekannt. Beim „Laser Tag“ düst ihr mit einem „Phaser“ und einer Weste ausgerüstet durch einen Parcours und versucht, euer Team zum Sieg zu führen. Auf der Internetseite der Arena gibt es einen Überblick über die Öffnungszeiten und Preise.

5) Der Hörgarten.

Zu guter letzt noch ein Tipp für alle, die ein bisschen was lernen wollen. Am Haus des Hörens in Oldenburg findet ihr den Hörgarten. Hier könnt ihr verschiedene Ausstellungsstücke ausprobieren. Relativ abgefahren sind zum Beispiel die Flüsterspiegel – diese die stehen etwa 40 Meter von einander entfernt, aber wenn sich zwei Leute genau davor stellen, können die sich trotzdem im Flüsterton unterhalten.

Hörgarten Oldenburg. Foto: Vits

Die Flüsterspiegel sollen die Funktionsweise der Ohrmuschel verdeutlichen. Auch die bündelt den Schall, damit man auch leise Geräusche wahrnehmen kann. Auch interessant ist die Mittelohr-Paukle mit der man eine doch recht beachtliche Druckwelle erzeugen kann. Außerdem könnt ihr im Garten eine Windharfe ausprobieren und einen Teich, der die Ortung beim Hören verdeutlichen soll. Und wenn ihr euch in dieses Teil reinsetzt, dann hört ihr so klar und deutlich wie noch nie.

Hörgarten Oldenburg. Foto: Vits

Der Eintrtitt in den Hörgarten ist frei.

Text, Fotos, Video: Matthias Schwarzer, Sarah-Anna Vits

1 Kommentar für Oldenburg: 5 Tipps für die Städtereise

  1. Danke für die Tipps. Wir fahren nächste Woche nach Oldenburg und freuen uns darauf deine Tipps zu erforschen. Ich bin super gespannt darauf.

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