Norden: 4 Tipps für den Tagesausflug

- - Friesland

Im ostfriesischen Norden kann man in den Sommermonaten das Strandwetter genießen – ein Ausflug lohnt sich vor allem aber auch bei Regenwetter. Die Region bietet viele überdachte Ausflugsziele – von der Seehundstation bis zum Teemuseum.

1) Die Seehundstation.

Seehunde sind wohl die bekanntesten Meeressäuger, die vor der Nordseeküste leben. Sofort schießt einem das Bild von den kugeligen Tieren in den Kopf, die sich auf einer Sandbank im Wattenmeer sonnen. Doch immer wieder kommt es vor, dass ein Jungtier alleine zurück bleibt. Daran ist nur selten der Tod der Mutter schuld. Auch Menschen können zu sehr stören oder das Wetter trennt die Tiere voneinander. Hier kommen die Mitarbeiter der Seehundstation zur Hilfe. Seehundwelpen, die ihre Mutter verlieren, werden in der Seehundstation aufgenommen. Allerdings nicht für immer: Sie werden versorgt, aufgezogen und dann wieder in die Nordsee gelassen.

Die Station ist also quasi ein Kindergarten für kleine Heuler, die sie auf die große weite Welt vorbereiten. Apropos Heuler: Ihren Namen haben sich die Jungtiere selbst zuzuschreiben. Ihr lautes Klagen, mit dem sie ihre verlorene Mutter rufen, klingt als würden sie weinen. Gäste und Bewohner der Region können sich die Tiere aus der Nähe ansehen. Von der Fütterung bis zur artgerechten Aufzucht der kleinen Meeressauger ist alles gut zu beobachten: Ein Erlebnis für groß und klein, rund um den Lebensraum Wattenmeer.

Zwischen 80 und 150 verwaiste Seehunde und auch Kegelrobben werden jährlich aufgezogen. Die Station ist für das gesamte Niedersächsische Wattenmeer zuständig. Für die Mitarbeiter bedeutet das: Rund um die Uhr einsatzbereit sein. Nicht nur Tiere gibt es zu entdecken. Das Nationalpark-Haus hat verschiedene Ausstellungen vorbereitet. Ob die Gezeiten, die Tiere in der Nordsee oder die Natur entlang der Küste – es gibt einiges zu entdecken. Die Fütterungszeiten sind täglich um 11 und 15 Uhr. Zweibeiner dürfen zugucken – Vierbeiner bleiben draußen.  Erwachsene zahlen 6 Euro, für Kinder kostet der Eintritt 3,50 Euro. Die Seehundstation ist ganzjährig von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

2) Das Auto- und Spielzeugmuseum.


Dieser Ausflugstip ist besonders interessant für Autofans. Im ostfriesländischen Norden steht das Auto- und Spielzeugmuseum. Zu sehen sind über 150 Autos und Motorräder, alte Reklame und Spielzeug aus dem letzten Jahrhundert.

Damit man das Museum nicht übersehen kann, steht am Eingang schon ein goßes Tor aus Autos. Unter den Autos befindet sich auch so mancher Schatz. Manche von ihnen waren schon auf der großen Leinwand oder im Besitz eines Prominenten. Da wären zum Beispiel das Auto aus der Serie „Der Bulle von Tölz“ oder der Trabant aus „Go Trabi Go“.

Außerdem könnt ihr den Cadillac Eldorado Biaritz von 1968 bestaunen, der einmal von Elton John gefahren wurde, ein SLC von Berti Vogts oder ehemalige Autos der Bundesregierung. Neben jedem Auto steht eine Tafel, auf der seine ganz eigene Geschichte erzählt wird.

Die Sammelleidenschaft geht aber über Renn- und Rallyefahrzeuge, Oldtimer aus allen Zeiten, Motorräder und Mopeds hinaus. Auch Puppenstuben, Schiffsmodelle, Teddys und natürlich Spielzeugautos sind in den Ausstellungsräumen zu bewundern.

Nach der Zeitreise lädt das mit alten Reklametafeln geschmückte Café zu einer Pause ein. Im Sommer lässt sich gemütlich draußen im Strandkorb sitzen. Geöffnet ist das Auto- und Spielzeugmuseum von April bis Oktober von 11 bis 18 Uhr.

3) Das Teemuseum.

Wenn Ostfriesland für etwas bekannt ist, dann ist es wohl der Ostfriesentee. Im Teemuseum in Norden erfahrt ihr alles über die Teekultur der Region und ihre Geschichte. Das Museum befindet sich im historischen alten Rathaus der Stadt und zeigt unter anderem die Anbaugebiete, die Verbreitung und die Herstellung des Tees.

Erklärt werden die berühmten Ostfriesischen Mischungen und auch das typisch ostfriesische Teegeschirr wird gezeigt. In der stadtgeschichtlichen Abteilung zeigt das Ostfriesische Teemuseum zudem einen 5000-jährigen Gang durch die Geschichte der Stadt Norden. In März und April ist das Teemuseum von Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr, geöffnet. Von Mai bis Oktober ist zu gleichen Uhrzeiten auch Montags geöffnet. Von September bis Februar öffnet das Teemuseum nur Mittwochs und Sonnabends, 11 bis 16 Uhr, seine Türen. der Eintritt kostet für Erwachsene 6 Euro. Ermäßigte Karten kosten 4 Euro, für Kinder kostet der Eintritt nur 2 Euro. Dienstag, Mittwoch und Sonnabend um 14 Uhr sowie Freitag um 11 Uhr können Gäste bei einer echten ostfriesischen Teezeremonie mitmachen. Um Voranmeldung unter Tel. 04931/121-00 wird gebeten.

4) Das Waloseum.


Alles über die größten Tiere des Meeres erfahrt ihr im Waloseum in Norden. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das präparierte Skelett eines 15 Meter langen Pottwal-Bullen, der 2003 vor Norderney gestrandet ist.

Im Waloseum können Besucher Walgesängen lauschen und alles über die spannende Unterwasserwelt erfahren. Die obere Etage des Museums ist den Bewohnern der Nordsee und der Vogelwelt gewidmet. Hier gibt’s viele Infos über den Nationalpark Wattenmeer, der Lebensraum für viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten ist.

Das Waloseum befindet sich im ehemaligen Gebäude der„Küstenfunkstelle Norddeich Radio“. Eine Sonderausstellung veranschaulicht deren Geschichte. Außerdem könnt ihr hier das größte Detektor-Radio der Welt bedienen.

Im Gebäude befindet sich zudem die Quarantänestation der Seehundstation. Hier werden kleine Seehunde und Kegelrobben tierärztlich versorgt und beobachtet, bevor sie zu den anderen Tieren in die Seehundstation gebracht werden.

Öffnungszeiten: Die Öffnungszeiten des Waloseums sind auf der Internetseite der Seehundstation einsehbar. Eintritt: Erwachsene: 6 Euro, Kinder: 3,50 Euro.

1 Kommentar für Norden: 4 Tipps für den Tagesausflug

  1. Müller-Lippek,Hildegard

    Die Spielscheune „Bullermeck“ in Hooksiel gibt es nicht mehr.
    Dann sollte man auch die Werbung ganz schnell streichen.

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