Der Südstrand in Wilhelmshaven.

Der Südstrand in Wilhelmshaven ist allein schon wegen seiner Lage einzigartig. Nach Süden ausgerichtete Strände gibt es an der deutschen Küste nur wenige. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich hier viel getan.

Von Matthias Schwarzer

Der Südstrand in Wilhelmshaven ist einzigartig – und das liegt vor allem an seiner Lage: Nach Süden ausgerichtete Strände gibt es an der deutschen Küste nur wenige – der in Wilhelmshaven gehört dazu.

Und: Der Südstrand ist der touristische Hauptanziehungspunkt der Stadt. Gerade in den Sommermonaten verbringen viele Touristen aber auch Einheimische die Tage am Wasser.

Cafés, Biergärten und Strandkörbe laden zum Verweilen ein – und natürlich können Gäste hier auch Schwimmen. Wer nicht nass werden will, der findet ganz in der Nähe verschiedene Ausstellungen, darunter das Deutsche Marinemuseum, das Wattenmeer-Besucherzentrum und die Unterwasserwelt im „Aquarium“.

„Das Wasser am Strand ist so beruhigend, man kann hier wunderbar relaxen“, schwärmt Helga Dupke während einer WZ-Umfrage am Südstrand (siehe Video). „Ich freue mich schon auf die kommende Saison und hoffe, dass das Wetter mitspielt.“ Auch Laura Preda entspannt gerne am Südstrand: Vor fünf Jahren ist sie von Baden-Württemberg an die Küste gezogen: „Ich mag die gute Luft hier am Wasser, man kann wunderbar an der Promenade entlang spazieren.“

Dörte Wuttke ist vor über 20 Jahren nach Wilhelmshaven gezogen und hat den Südstrand noch ganz anders in Erinnerung: „Ich fand den Strand damals immer etwas traurig. Aber hier hat sich in den vergangenen Jahren viel entwickelt. Die Promenade hat inzwischen ein tolles Flair.“ Das kann auch Elke Brinkmann bestätigen: Sie kennt den Südstrand noch aus Kindertagen, inzwischen lebt sie im Ausland. „Hier hat sich eine ganze Menge getan“, sagt sie.

So sah der Südstrand noch in den Siebziger Jahren aus. Foto: WZ-Bilddienst

So sah der Südstrand noch in den Siebziger Jahren aus. Foto: WZ-Bilddienst

Die Geschichte des Südstrands geht bis ins Jahr 1872 zurück. Seinerzeit wurden erste Badebuden am Strand aufgestellt. 1919 versuchte die Stadt Wilhelmshaven dann, sich als Seebad zu profilieren. Nach den Plänen des Wilhelmshavener Stadtbaurats Hermann Zopff entstand eine Herren-Badeanstalt. Folgen sollte ein Seebad nach dem Vorbild von Bädern in Holland, Belgien und England. 1926 wurden die Pläne zum Bau einer Strandanlage mit fünf Strandhäusern genehmigt.

Am 16. Juni 1928 wurde der neue Südstrand eingeweiht. Bis zum Krieg kamen etwa 20.000 Kurgäste jährlich. In den 1950er Jahren lebte der Badebetrieb wieder auf. In den 80ern wurde der Strand für etwa zehn Millionen Mark umgebaut. Seit der Wiedereröffnung 1988 finden Besucher hier Sitzmulden, Pflanzbecken, eine Flutmauer, Badetreppen und Liegewiesen. Aus der Straße vor den Strandhäusern wurde eine Promenade – seitdem bestimmt der typische rote Klinker das Bild. Die Formsprache von Hermann Zopff sollte mit der Materialauswahl ergänzt werden, hieß es damals.

„Auch heute sind wir bemüht, den Südstrand immer weiterzuentwickeln“, sagt Olaf Stamsen, Inhaber der Strandhotels Seestern und Delphin. Die Gebäude am Strand würden regelmäßig renoviert, die Biergärten stets gepflegt. „Dank der –Wilhelmshaven Touristik und Freizeit’ hat sich hier viel bewegt“, sagt Stamsen. Positiv angenommen würden vor allem die neuen Veranstaltungen, wie zum Beispiel das Lichtermeer.

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